Girard-Perregaux

Laureato Evo3

Referenz 80180von PeterCDE

© January 2004

Text and Bilder von Girard-Perregaux (Pressetext)
Persönliche Impressionen von PeterCDE

 

 



LAUREATO
EVO3

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Basierend auf dem Text der Presseveröffentlichung von Girard-Perregaux:

Die Geschichte der Manufaktur GIRARD-PERREGAUX hat ihr ein reiches technisches und kulturelles Erbe hinterlassen: zahlreiche klassische Modelle zeugen von den markantesten Phasen der Entwicklung der Markenidentität in den zwei Jahrhunderten ihres Bestehens.

Unter all diesen Kreationen nimmt die LAUREATO einen besonderen Platz ein.

Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war GIRARD-PERREGAUX sehr aktiv mit der Entwicklung eines Quarz-Uhrwerks beschäftigt, damals die absolute Spitzentechnik in der Uhrenwelt. Schon seit Ende der 60er Jahre wurde damit mutig experimentiert; das Ergebnis war eine radikale Innovation, die sich allgemein durchsetzte: es waren die Ingenieure von GIRARD-PERREGAUX, die den internationalen Standard der Schwingfrequenz für Quarzwerke (32.768 Hertz) entwickelten und der in der Folge von allen Werkeherstellern weltweit übernommen wurde.

Als äusseres Zeichen dieser technologischen Revolution entwickelte die Marke ein sportliches Uhrgehäuse mit integriertem Armband. Besonderes Merkmal war die achteckige, polierte Lünette als eleganter Kontrast zum satinierten Armband. Diese 1975 entstandene Uhr erhielt den Namen "LAUREATO".


1975

 

Der Name ging auf einen Vorschlag des damaligen Importeurs für Italien zurück: "Il Laureato" war der italienische Titel von Mike Nichols' Film "The Graduate" (1967) mit Dustin Hoffman, Anne Bancroft und Katharine Ross.


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Es war kein Zufall, dass eben diese Uhr auf dem italienischen Markt fast zu einer Institution wurde, zum typischen Geschenk für junge Leute zur Abschlussprüfung!

Das sehr erfolgreiche Modell wurde 1984 erstmals überarbeitet: das Metallarmband erhielt der Lünette entsprechende polierte Einlagen. Daneben wurde die LAUREATO-Familie um die berühmten Equation-Werke bereichert, die verschiedene astronomische Anzeigen boten.


1984

 

Der zweite Schritt in der Evolution der Laureato erfolgte 1995. Die typischen Eigenschaften, die den Charakter der Linie prägen, wurden beibehalten, jedoch wurde die LAUREATO völlig neu konstruiert und nun mit dem automatischen Manufakturwerk GP 3000 ausgerüstet.


Laureato ref. 80100
1995

 

Die Abmessungen wurden sichtbar vergrössert, die Lünette breiter, und die Glieder des Armbands erhielten erstmals die Form eines H.


Laureato ref. 80170
1996

 

1996 wurde die Chrongraphenversion referenz 80170 für die Kollektion "Olimpico" ausgewählt; 1998 erschien die LAUREATO mit dem legendären Drei-Brücken-Tourbillon; eine Uhr, die Fachleute und Fans begeisterte und den Beweis antrat, dass dieses aussergewöhnliche Werk als Haute Horlogerie-Produkt von höchster Vollendung robust genug ist zur Verwendung in einer Sportuhr.

 

 


1998

 

2003 präsentiert GIRARD-PERREGAUX die dritte Weiterentwicklung unter dem Namen LAUREATO EVO3.


2004
Evo3

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Die Neufassung liegt ganz in der Linie der Vorgängermodelle und birgt das mechanische Chronographenwerk GP 033C0 mit automatischem Aufzug, bei dem es sich selbstverständlich ein Produkt der Manufaktur handelt.

 

Ausgehend vom Zähler bei der 9 bietet das Zifferblatt im Uhrzeigersinn folgende Anzeigen: 24-Stunden-Zähler (Tag/Nacht-Indikation), analoge Datumsanzeige (Zeigerdatum), kleine Sekunde und Stundenzähler. Aus dem Zentrum des Zifferblattes werden zwei Indikationen des Chronographen angezeigt: Die abgelaufenen Minuten werden aus der Mitte über einen weissen Zeiger mit roter Pfeilspitze dargestellt, während der schlanke Sekundenzeiger ganz in rot gehalten ist.


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Das Gehäusedesign nimmt das klassische Thema der achteckigen Lünette auf, das sich im Vergleich zu den Vorgängern durch sanftere Linien auszeichnet. Dies gilt auch für das Armband gilt, das nunmehr aus H-förmigen und satinierten Gliedern besteht, die sich mit polierten Verbindungselementen in rechteckiger Form abwechseln. Das Band wird komplettiert durch eine völlig neue Sicherheitsschliesse.

 

Das Zusammenspiel von polierten und satinierten Teilen ist ein zentrales Element des Designs dieser neuen LAUREATO EVO3; auch Drücker und Krone sind poliert, ebenfalls die runde Basis der Lünette, deren achteckiger Abchluß erstmals satiniert ist.

 

Der gläserne Gehäuseboden gibt den Blick frei auf das Manufakturwerk, der durch die Bewegung von Unruh und Aufzugsrotor gefesselt und die hochwertige Dekoration mit Genfer Streifen, anglierten und polierten Teilen erfreut wird.

Technische Spezifikationen:
Sport Classique
Laureato Evo3, automatischer Aufzug
Werk Kaliber GP 033C0-A0VAA
Frequenz 28.800 A/h (4 Hz)
52 Lagersteine
Gangreserve min. 46 Stunden
Saphirglas
Gläserner Gehäuseboden, verschraubt mit 6 Schrauben
Wasserdicht bis 50 m
Krone und Drücker verschraubt
Gehäusedurchmesser 44,00 mm
Gehäusehöhe 15,10 mm
Integriertes Armband

 


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(c) Text und Bilder 2004 von Girard-Perregaux, all rights reserved

 



Meine persönlichen Impressionen der Evo3:

Kürzlich (Anm: Januar 2004) erhielt ich die Gelegenheit, einige Zeit mit der Laureato Evo3 zu verbringen. Aus diesem Grunde einige Eindrücke.

Zunächst: Ich bin beeindruckt. Bereits die Laureato Referenz 80100

konnte mich für das begeistern, was diese Uhr verkörpert: Bahnbrechendes Design und, wie ausgeführt, innovative Lösungen sowohl in technischer als auch ästhetischer Hinsicht.

Auch bei der Laureato Evo3 als jüngstem Sproß dieser Modellfamilie fällt der Apfel nicht weit von Stamm und sie ist als eine Laureato deutlich zu erkennen. Aber sie ist auch anders: Es ist eine robuste, massive Uhr mit einem großen Gehäuse und ein markanter Zeitmesser. Dabei läßt sie nicht die Eleganz und den sportiven Charakter der Vorgänger. Obwohl das Datenblatt läßt den Eindruck einer überdimensionierten Uhr aufkommen läßt und es sich mit 43mm Durchmesser nicht um eine kleine Uhr handelt, wird dieser Eindruck am Handgelenk schnell relativiert. Sie ist sehr angenehm zu tragen und die Formgebung läßt die Größe nach kurzer Zeit vergessen; man erkennt deutlich, welch hohen Stellenwert der Tragekomfort im Lastenheft besitzt. Das ist eine für mich eher untypische Aussage, habe ich doch solche Uhren von selten mehr als 35mm Durchmesser schätzen gelernt.

Die Verbesserungen sowohl in ästhetischer Hinsicht als in der Qualität der Fertigung sind offenbar und ergeben eine Uhr, die ein täglicher Begleiter, aber auch ein Schmuckstück bei formellen Anlässen sein kann und soll. Die Verbesserungen betreffen nicht nur Gehäuse und Band, welches nun eine noch größere Einheit mit dem Gehäuse darstellt, sondern auch die Funktionen. Die Druckdichte von 50m mag geringer ausgefallen sein, aber der stolze Besitzer wird entschädigt durch den nunmehr vorhandenen Glasboden. Wohl nur eine geringe Anzahl der Eigner dürfte der Laureato Evo3 einen entsprechenden Tauchgang zumuten. Andererseits sind Details wie die gelungene und einfach zu handhabende verschraubte Krone mit den verschraubten Drückern als auch das erheblich verbesserte Band mit Schließe weitere Vorteile von echtem Nutzwert.

Ein besonderer Vorteil der Laureato Evo3 ist das Arrangement der grundlegenden Funktionen: Der zusätzliche Zähler aus der Mitte erhöht nicht nur die Attraktivität des Zifferblattes, sondern ist auch besonders deutlich und einfach abzulesen. Zusätzlich bietet die neue 24h-Anzeige (oder Tag/Nacht-Indikation) ein willkommenes zusätzliches Element. Obwohl eine unabhängige zweite Zeitzone den Reiz erhöhen könnte, unterscheidet sich die Laureato deutlich von der Vorgängerin, aber auch anderen Chronographen auf dem Markt.

Die Bilder vermitteln nur in begrenztem Umfang einen zureichenden Eindruck der Laureato; es ist eine Uhr, die in der Hand gehalten und am Arm erlebt werden muß, will man diese zureichend würdigen.

Wer sich bereits für die Vorgänger erwärmen konnte, wird von der Evo3 in sehr angenehmer Weise überrascht sein: Meiner Meinung nach ist die Laureato Evo3 die beste Laureato bislang; das Laureato Tourbillon ist ein echtes Haute Horlogerie-Produkt und entzieht sich damit dem Vergleich. Die Evo3 ist sicherlich ein weiteres Beispiel für das stetige Streben von Girard-Perregaux nach Verbesserung. Wie die Bilder vielleicht andeuten, besteht das aktuelle Portfolio von Girard-Perregaux aus den besten Uhren, die die kleine und feine Manufaktur jemals verlassen haben. Und die Evo3 ist eine offensichtliche Verbesserung, die im Vergleich mit Uhren der 90er, 80er oder 70er Jahre einen großen Schritt nach vorne darstellt.

Und mit eben diese Faktoren vermag die Manufaktur Girard-Perregaux zu überzeugen: Es handelt sich nicht nur um eine kleine und unabhängige Marke, sondern das Bestreben nach Verbesserung und Fortschritt ist offenkundig und bringt höchst aufregende, schöne und ungewöhnliche Uhren von höchster Qualität hervor.

Greetings from germany,

Peter

 



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