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LAUREATO EVO3 Klicken für größere Ansicht
Die Geschichte der Manufaktur GIRARD-PERREGAUX hat ihr ein reiches technisches und kulturelles Erbe hinterlassen: zahlreiche klassische Modelle zeugen von den markantesten Phasen der Entwicklung der Markenidentität in den zwei Jahrhunderten ihres Bestehens.
Unter all diesen Kreationen nimmt die LAUREATO einen besonderen Platz ein.
Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war GIRARD-PERREGAUX sehr aktiv mit der Entwicklung eines Quarz-Uhrwerks beschäftigt, damals die absolute Spitzentechnik in der Uhrenwelt. Schon seit Ende der 60er Jahre war im Haus damit mutig experimentiert worden, und das Ergebnis war eine radikale Innovation, die sich allgemein durchsetzte: es waren die Ingenieure von GIRARD-PERREGAUX, die den internationalen Standard der Schwingfrequenz für Quarzwerke (32.768 Hertz) entwickelten, der danach von allen Werkeherstellern weltweit übernommen wurde.
Als äusseres Zeichen dieser technologischen Revolution entwickelte die Marke ein sportliches Uhrgehäuse mit integriertem Armband. Besonderes Merkmal war die achteckige, polierte Lünette als eleganter Kontrast zum satinierten Armband. Diese 1975 entstandene Uhr erhielt den Namen "LAUREATO".
 1975
Der Name ging auf einen Vorschlag des damaligen Importeurs für Italien zurück: "Il Laureato" war der italienische Titel von Mike Nichols' Film "The Graduate" (1967) mit Dustin Hoffman, Anne Bancroft und Katharine Ross.
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Und entsprechend war es kein Zufall, dass diese Uhr auf dem italienischen Markt fast zu einer Institution wurde, zum typischen Geschenk für junge Leute zur Abschlussprüfung!
Das sehr erfolgreiche Modell wurde 1984 erstmals überarbeitet: das Metallarmband erhielt eine wie die Lünette polierte Einlage, und ausserdem wurde die LAUREATO-Familie bereichert um die berühmten Equation-Werke, die verschiedene astronomische Anzeigen boten.
 1984

Die zweite Fortentwicklung erfolgte 1995. Die typischen Eigenschaften wurden beibehalten, und doch wurde die LAUREATO völlig neu konstruiert und nun mit einem automatischen Manufakturwerk GP 3000 ausgerüstet.
 Laureato ref. 80100 1995
Die Abmessungen wurden sichtbar vergrössert, die Lünette breiter, und die Glieder des Armbands hatten nun die Form eines H.
 Laureato ref. 80170 1996
1996 wurde die Chrongraphenversion des Modells für die Kollektion Olimpico ausgewählt, und 1998 gab es dann eine LAUREATO mit dem legendären Tourbillon-Werk, der Beweis, dass dieses aussergewöhnliche Stück Mechanik robust genug ist zur Verwendung in einer Sportuhr.
 1998
2003 nun präsentiert GIRARD-PERREGAUX die dritte Weiterentwicklung unter dem Namen LAUREATO EVO3.
 2004 Evo3 Klicken für größere Ansicht
Die Neufassung - ganz in der Linie der Vorgängermodelle - birgt ein mechanisches Chronographenwerk mit automatischem Aufzug, selbstverständlich ein Produkt der Manufaktur.
Ausgehend vom Zähler bei der 9 bietet das Zifferblatt im Uhrzeigersinn folgende Anzeigen: 24-Stunden-Zähler, analoge Datumsanzeige (Zeigerdatum), kleine Sekunde und Stundenzähler. Die Minutenzählung erfolgt aus der Mitte über den weissen Zeiger mit rotem Pfeil, der rote Chrono-Sekundenzeiger läuft ebenfalls aus der Mitte.
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Das Gehäusedesign nimmt das klassische Thema der achteckigen Lünette auf, aber in sanfteren Linien als früher, was auch für das Armband gilt. Das besteht nun aus H-förmigen, satinierten Gliedern, die sich mit polierten Rechtecken abwechseln, dazu kommt eine neue Sicherheitsschliesse.

Das Zusammenspiel von polierten und satinierten Teilen ist ein zentrales Element des Designs dieser neuen LAUREATO EVO3; auch Drücker und Krone sind poliert, ebenfalls die runde Basis der Lünette, deren achteckiger Ring erstmals satiniert auftritt.
Der gläserne Gehäuseboden zeigt das Manufakturwerk und macht die Bewegung von Unruh und Aufzugsrotor sichtbar.
Technische Spezifikationen:
| Sport Classique |
| Laureato Evo3, automatischer Aufzug |
| Werk Kaliber GP 033C0-A0VAA |
| Frequenz 28.800 A/h (4 Hz) |
| 52 Lagersteine |
| Gangreserve min. 46 Stunden |
| Saphirglas |
| Gläserner Gehäuseboden, verschraubt mit 6 Schrauben |
| Wasserdicht bis 50 m |
| Krone und Drücker verschraubt |
| Gehäusedurchmesser 44,00 mm |
| Gehäusehöhe 15,10 mm |
| Integriertes Armband |
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(c) Text und Bilder 2004 von Girard-Perregaux, all rights reserved
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Meine persönlichen Impressionen der Evo3:
Kürzlich (Anm: Januar 2004) erhielt ich die Gelegenheit, einige Zeit mit der Laureato Evo3 zu verbringen. Aus diesem Grunde einige Eindrücke.
Zunächst: Ich bin beeindruckt. Bereits die Laureato Referenz 80100
konnte mich für das begeistern, was diese Uhr verkörpert:
Sicherlich ein bahnbrechendes Design und, wie ausgeführt, eine Modellreihe mit innovative Lösungen sowohl in technischer
als auch ästhetischer Hinsicht.
Auch bei der Laureato Evo3 als jüngstem Sproß dieser Modellfamilie fällt der Apfel nicht weit von Stamm und sie ist als
eine Laureato deutlich zu erkennen. Aber sie ist auch anders:
Es ist eine robuste, massive Uhr mit einem großen Gehäuse und ein markanter Zeitmesser. Dabei läßt sie nicht die Eleganz
und den sportiven Charakter vermissen, für welche die Vorgänger so bekannt sind. Das Datenblatt läßt den Eindruck
einer überdimensionierten Uhr aufkommen und mit 43mm Durchmesser handelt es sich nicht um eine kleine Uhr. Dieser Eindruck
relativiert sich schnell, sobald die Uhr an das Handgelenk gelegt wird. Sie ist sehr angenehm zu tragen und die Größe
ist nach kurzer Zeit vergessen; man erkennt deutlich, welch hohen Stellenwert der Tragekomfort im Lastenheft besitzen muß.
Das ist eine für mich eher untypische Aussage, habe ich doch solche Uhren von selten mehr als 35mm Durchmesser schätzen gelernt.
Die Verbesserungen sowohl in ästhetischer Hinsicht als in der Qualität der Fertigung sind offenbar und
ergeben eine Uhr, die ein täglicher Begleiter, aber auch ein Schmuckstück bei formellen Anlässen sein kann und soll.
Die Verbesserungen betreffen nicht nur Gehäuse und Band, welches nun eine noch größere Einheit mit dem Gehäuse darstellt,
sondern auch die Funktionen. Die Druckdichte von 50m mag jetzt geringer ausgefallen sein, aber der stolze Besitzer wird
entschädigt durch den nunmehr vorhandenen Glasboden und wohl nur eine geringe Anzahl der Eigner dürfte der Laureato Evo3 einen
entsprechenden Tauchgang zumuten.
Andererseits sind Details wie die gelungene und einfach zu handhabende verschraubte Krone mit den verschraubten Drückern
als auch das erheblich verbesserte Band mit Schließe weitere Vorteile von echtem Nutzwert.
Ein besonderer Vorteil der Laureato Evo3 ist das Arrangement der grundlegenden Funktionen: Der zusätzliche Zähler
aus der Mitte erhöht nicht nur die Attraktivität des Zifferblattes, sondern ist auch besonders deutlich und einfach abzulesen.
Zusätzlich bietet die neue 24h-Anzeige (oder Tag/Nacht-Indikation) ein willkommenes zusätzliches Element und unterscheidet
die Laureato deutlich von der Vorgängerin, aber auch anderen Chronographen auf dem Markt.
Die Bilder vermitteln nur in begrenztem Umfang einen zureichenden Eindruck der Laureato; es ist eine Uhr, die in der Hand gehalten und
am Arm erlebt werden muß, will man diese zureichend würdigen.
Wer sich bereits für die Vorgänger erwärmen konnte, wird von der Evo3 in sehr angenehmer Weise überrascht sein:
Meiner Meinung nach ist die Laureato Evo3 die beste Laureato bislang; das Laureato Tourbillon ist ein echtes Haute Horlogerie-Produkt und
entzieht sich damit dem Vergleich. Die Evo3 ist sicherlich ein weiteres Beispiel für das stetige Streben von Girard-Perregaux nach Verbesserung.
Wie die Bilder vielleicht zeigen, besteht das aktuelle Portfolio von Girard-Perregaux sicherlich aus den besten Uhren, die die kleine und feine Manufaktur
jemals verlassen haben. Und die Evo3 ist eine offensichtliche Verbesserung, die im Vergleich mit Uhren der 90er, 80er oder 70er Jahre
einen großen Schritt nach vorne darstellt.
Und mit eben diese Faktoren vermag die Manufaktur Girard-Perregaux zu überzeugen:
Es handelt sich nicht nur um eine kleine und unabhängige Marke, sondern das Bestreben nach Verbesserung und Fortschritt ist offenkundig und bringt höchst
aufregende, schöne und ungewöhnliche Uhren von höchster Qualität hervor.
Greetings from germany,
Peter
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